Spielbericht: Die Donnerberge (Cendara)

Der Beschrieb aus dem larpkalender.ch: Schon lange hörte man nichts mehr aus Grauenstein, der cendarischen Zollstation in den Donnerbergen (Südflur). Um so mehr Gerüchte gehen um in der Südflur und im angrenzenden Winterthal. Man spricht von Dieben, Mordsgesindel, Banditen gar. Aber auch von Geistern, alten Mauern und noch älteren Geschichten…

Ein Cendara-Spiel der Zeitwächter, das ich mit dem Charakter „Harare Ravnison“ besucht habe. Harare ist Runenzauberer und Heiler. Auf jeden Fall hatte ich Spass.

Harare an der Arbeit (Foto von Axena)

Ablauf: Das Spiel bot für Interessierte am Freitagnachmittag eine Wanderung als IT-Anreise an. Die Wandergruppe reiste also früher an die Location an und wurde nach dem Umziehen zu einer nahen Seilbahn geshuttelt. Von der Bergstation der Seilbahn aus ging die Wanderung – eine Soldlieferung für die Zollstation im Tal – fast nur talwärts. Nach knapp der Hälfte der Strecke wurde die Soldlieferung überfallen, aber durch eine Täuschung konnte der Inhalt der Soldtruhe gerettet werden. Nach der Wanderung ergab sich ein notwendiger Spielunterbruch, denn nicht alle Mitspieler waren anwesend. Den Rest des Freitagabends verbrachten die Spieler mit dem Erringen und dem Verstehen der aufgetauchten Plot-Elemente. Es gab Texte zu lesen und eine Tempelruine auszukundschaften. An der Tempelruine fand sich ein „lebender Stein“, dargestellt durch einen grau geschminkten NSC. Nebst einer Magd der Zollstation, die sich als Priesterin herausstellte, war der lebende Stein einer der ersten informationsgebenden NSC.
Am Samstag ging es nach dem Frühstück nahtlos weiter, es tauchten immer mehr Plot-Elemente auf. Auch einige Ausflüge ins Gelände waren dabei, je nachdem initiiert durch Spieler, die eine Idee hatten, oder auch durch die Priesterin des Tempels oder den „lebenden Stein“ Pyrit. Den ganzen Tag über fanden auch immer wieder Kämpfe statt – schön, dass der Anteil an Kämpfen aber nie Überhand nahm. Es blieb immer genug Zeit um Verletzungen und Rätsel zu bespielen. Ohne ein spürbares Samstagnachmittags-Loch hat sich – vor allem durch den Umfang und die Komplexität – gegen Abend doch etwas Stress verbreitet. Story-relevante Aktivitäten sollten vor der Dunkelheit endlich abgeschlossen werden, was auch gelang. Der Abend ist in Feierstimmung ausgeklungen und am Sonntag stand nur noch Aufräumen an.

Donnerberge Wanderung

Location: Unterschächen, Brunnital, das Haus „Maria in der Au“ . Bekannt und es wird als brauchbar und hübsch empfunden. Das Haus ist eher rustikal, braucht aber für Fantasy wenig Anpassungen und beinhaltet kaum Dinge, die wirklich getarnt werden müssen. Die Küche ist ausreichend gut eingerichtet. Das Gelände hinter dem Haus ist nett, eine Wiese mit vielen, teils auch grossen Steinen, nur die Strasse mit dem katholischen Wegschrein muss ignoriert werden. Doch wie fast immer in den Bergen neigt das Spielgebiet, sich durch die Topographie einzuschränken: Talwärts ist ein Dorf, seitlich Talwände – also muss fast alles, was interessant ist, bergwärts sein. Diesmal war auch die Strasse nebst dem Haus befahren: Nicht oft, aber regelmässig, kamen Autos vorbei. Alles in allem haben vor allem die steinernen Steilwände Flair gebracht, es hat sich sehr nach einer Zollstation unter einem Pass angefühlt. Im Haus waren auch die Unterkunft, es gab drei Massenschläge und sechs Betten im Flur. Da die Schlafräume etwas eng waren, war auch ein gewisser Anstand vonnöten um bereits Schlafende nicht zu stören, aber das Gepäck hatte dank Schubladen unter den Betten genug Platz.

Der Plot handelte vordergründig von einer Zollstation, die ein Problem mit Überfällen und Räubern hatte. Das Räuberproblem schwang zwar im Lauf des Spiels immer wieder mit, war aber nicht das zentrale Element. Es endete mit einer – orgaseitig vermutlich ungeplanten – Gerichtsverhandlung wegen Mordes. Aus meiner Sicht war das eine der spannendsten Szenen, weil es um den Mord am mutmasslichen Räuberhauptmann ging und hat den Samstagabend schön abgerundet. Der Hauptplotstrang hingegen war wesentlich mehr mystisch-magischer mit mehr Gegenspielern: Nahe der Zollstation stand einst ein Tempel, der als Siegel über einem Zugang zu – wenn ich es Recht verstand – Teil von Quarons Reich stand. Der Chaos-basierte Gegenspieler aller Cendarer hat offenbar nun, da der Tempel zerstört und ohne Weihe ist, einen Zugang zur Welt. Vor vielen Jahren hat ein Magier die magischen Linien im Tal ausgerichtet und mit einer komplexen Maschinerie die magische Signatur des Tempels geändert.  So wurde der Zugang Quarons überhaupt erst möglich. Es galt, das Zubehör des Magiers und seine schriftlichen Hinterlassenschaften zu suchen und zu verstehen und anschliessend die Magielinien mit einem „Werkzeug“ neu auszurichten und den Tempel neu zu weihen. Die bereits herbei in Cendara eingedrungenen Diener Quarons suchten dies zu verhindern, wurden aber kurz vor Sonnenuntergang ein letztes Mal entscheidend geschlagen und der Tempel neu geweiht. Als steuernde Elemente waren der lebende Stein Pyrit und eine Priesterin des Tempels anwesend, für Belebung und Ambiente haben die Wachen der Zollstation gesorgt.

Blick gegen den Pass in den Donnerbergen (Foto von Axena)

Die Spielerschaft war cendarisch-typisch, in Spielstil und Optik bunt gemischt. Es hatte mehrere Larp-Anfänger auf Platz, die mir aber weder optisch noch spielerisch aufgefallen sind – ich folgere daraus, dass sie sich eingepasst haben. Ich hatte selber nicht mit allen Spielern Kontakt, fand aber bei einigen wenigen ein paar tiefere Spielmomente. Die Mischung der Charaktere hat zum Plot gepasst, aber ein paar Kämpfe mehr hätten einige der kriegerischen etwas mehr eingebunden.

Das Essen war einfach und sehr gut, aus meiner Sicht eher gutbürgerlich als exotisch. Ich wurde satt und fand die Zwischenverpflegungen (Gemüse mit Dip, Würste im Teig) ebenso gut wie die Hauptmahlzeiten. Falls es beim Frühstück etwas Warmes gab – Rührei, Haferbrei – hatte es davon nichts mehr für mich. Was ich allerdings erwartet habe, war eine Anlehnung an die Südflur, die mit ihrer exotischen Beschreibung eigentlich nach Couscous, Datteln und Feigen geschrien hat. Ich vermute, dass „satt“ wichtiger als „settingbezogen“ wie am Westmark 1) war.

Hat mir gefallen:

Hat mir nicht gefallen:

Üblicherweise gibt es kleine Dinge, die mich geärgert haben. Es fällt mir aber so spontan nichts ein, denn das Mass an Telling scheint mir eine Notwendigkeit der magiebezogenen Details und die beiden Spielunterbrüche waren zwar schade, aber offenbar dem Pragmatismus geschuldet.

Fazit des Ganzen: Ein plotlastiges Spiel, bei dem magisch Begabte schneller und eher dran waren als andere. Es gab immer wieder Aufgaben, die in kleinen Gruppen durchgeführt werden konnten und bei denen sich die Denkarbeit gut verteilen liess. Der Ansatz des Plots grundsätzlich hat etwas „Indiana-Jones“-Flair ausgelöst. Ich wünsche mir, wenn es wieder um einen Pekartempel gehen sollte, aber mehr Augenmerk darauf, dass auch genügend Gläubige vor Ort sein werden – schliesslich waren Söldner gesucht, keine tempelweihenden Pekariten. Gefallen hat mir, dass ich immer das Gefühl hatte, die Spielleitung sei für magischen Krimskrams zu haben, allerdings bin ich nicht ganz zufrieden damit, dass oftmals – fast immer – eine Spielleitung dabei sein muss, wenn im Gelände etwas passieren soll. Selbstkritisch muss ich zugeben, dass ich auch stellenweise meine eigenen (Charakter-)Ziele verfolgt habe, und den Tempel links liegen liess.

Fotos gibt es auf Axenas Galerie.

Bastelbericht: Kaftan und Eisen, Gugel und Buch

Ich habe, für das nächste Spiel vorbereitend, ein paar Zusätze gebastelt. Zum Ersten eine Gugel, mehr/minder nach Sjkoldehamn, aber mit einer Ziernaht und einer Augenperle an der Front. Leider ist die Gugel aus Strickloden, was zwar die Verarbeitung vereinfacht – aber leider halt auch gegen Regen weniger gut hält.

Der Kaftan ist nach der Vorlage aus dA, mit der ich schon öfters geliebäugelt habe, aber leider auch aus Strickloden. Damit er nicht total ausleiert, ist er mit Stoffresten verschiedenster Art gefüttert.

Kaftan, anthrazit

 

Kaftan von vorne
Weisse Gugel mit Perle

 

Weiterhin werde ich bald das erste Mal einen Heiler spielen. Dafür braucht man ordentliches Werkzeug, also habe ich mit meinem Bruder aus altem Gartenwerkzeug, unter Zuhilfenahme von viel Feuer und einem improvisierten Amboss, versucht ein Kautereisen und zwei Wundhaken zu „schmieden“. Es war viel Hämmern und braucht definitiv noch mehr Erfahrung, aber spassig war es trotzdem. Das Ergebnis ist gar nicht mal so schlecht. Die Griffe sind aus (Eschen-) Brennholzresten, die ich mit Epoxydharz angeklebt und mit Nägeln angenietet habe. Ob es hält, werde ich sehen.

 

Eisen & Haken

Und weil heute der Tag der schönen Dinge ist: Auf dem Epic Empires habe ich bei einem Händler aus dem Norrelag für 25 Silbermünzen eine Kette eingetauscht. Ich bin furchtbar stolz darauf:

Kette Silberdraht

Und zu guter Letzt: Ich habe, mit Unterstützung meiner Freundin, ein Buch gebastelt. Aus normalem, 80g/m-Papier, das ich mit Tee gefärbt habe und aus Leder das ich auf dem DF von einem Ungarn gekauft habe. Es sind doch mehr Arbeitsschritte, als ich zu Beginn gedacht habe und das Überziehen des Buchrückens mit Leder war… spannend. Es fühlte sich immer wieder nach „im Dunkeln umhertasten“ an.

Buch, selbstgemacht
Buch, Seite/Bindung
Buch, aufgeschlagen

Derzeit bin ich das Buch am füllen – mit Elder Futhark und Anleitungen zum Zaubern. Auch das macht Arbeit, aber das Schreiben ist sehr entspannend – nach ein paar Seiten gehen die Runen doch recht zügig voran.

Wolkowentasche

Nach langer Zeit wieder einmal ein Bastelbericht. Ich habe im Lauf der Zeit aus altem Bettzeug eine Tasche genäht, die ich am Epic Empires benutzen will. Da ich dort Wolkowe bespiele, nenne ich sie derzeit die „Wolkowentasche“.

Hängende Tasche

 

Weil das einfache Zusammensetzen der Teile zu einfach gewesen wäre, habe ich einige Zusatztäschchen eingefügt, eine im Deckel, zwei „mittlere“ auf der Vorderseite und drei „kleine“ im Innern:

Wolkowentasche, Klappentasche

 

Wolkowentasche, mittlere Innentasche

 

Wolkowentasche, kleine Innentaschen

Drachenfest ausverkauft – Epic Empires als Anfänger?

Für dieses Jahr ist das Drachenfest ausverkauft (DF-Forum):

Liebe DrachenFestler,

zum ersten Mal in der Geschichte des DrachenFestes auf dem Quastgelände muss ich eine solche Mitteilung machen:

Nach dem letzten Staffelschluss hat sich ergeben, dass die Lagerfläche auf dem DrachenFest voll und damit die Spielerplätze komplett ausgebucht sind. Das bedeutet, eigentlich ist eine Spieleranmeldung für das diesjährige DrachenFest nicht mehr möglich. (…)

Deshalb bietet sich an dieser Stelle Werbung an:

Gleichzeitig bietet das Epic Empires an verschiedenen Orten Möglichkeiten, als Anfänger auch reinzuschnuppern. Entgegen der Annahme und deutlich entgegen der durch Fotos propagierten Sicht ist das Epic keinesfalls eine Elite-Con, auf der kaum jemand ohne Freunde und ohne 500€-Klamotte hingehen kann. Mein eigenes Lager, das Pilgerlager, bietet für dieses Jahr einen „Einsteigerdeal“ für Larpanfänger an. Weitere Infos gibt es auf der Pilgerlagerhomepage.

Und ganz so weit wie das Drachenfest ist es auch nicht. Nur Vorteile!

/Werbung Ende

 

War ich Lagerorga im Landsknechtlager?

Ich bin seit Beginn Mitwirker im Landsknechtslager auf dem Drachenfest. In einer Mischung aus Warhammer, Histo und weiteren Anleihen versuchen wir, auf dem Drachenfest eine Söldertruppe zu bespielen. Unsere Stärke ist ein disziplinierter Haufen aus Langwehrträgern, dessen Grösse auffällt – im Lager hat es rund hundert Mitspieler.

Wie alle derartigen Projekte braucht es ein gewisses Mass an Organisation. Das Drachenfest selber gibt eine gewisse Struktur vor, mit den LPK (Lager-Platz-Koordinatoren) und den LBK (Lager-Bau-Koordinatoren). LPK verteilen den zugewiesenen Lagerplatz an die einzelnen Spieler, LBK sorgen für den Auf- und Abbau der Bauwerke, Palisaden und Ähnlichem. Im ersten LKL-Jahr hatten wir dazu noch eine sogenannte „Lagerorga“. Konzeptuell ist sie der „Larporga“ entlehnt: Sie managt alles. Zwischen „Wer spielt die notwendigen NSC“ und „Wer ist in unserem Lager“ entsteht ein Dunstkreis, in dem alles, „was ansteht“, von der Lagerorga entschieden wird. Sie ist de facto Spieldesigner des Lager. In den Folgejahren hat sich das Konzept „Lagerorga“ aber zerfranst: Niemand hat sich direkt als Lagerorga bezeichnet, trotzdem wurden Entscheide gefällt. Wie das?

Aus meiner Sicht gibt es zwei Varianten, ein derartiges Lager zu zu organisieren. Die erste habe ich oben beschrieben: Jemand, eine Gruppe oder eine Einzelperson zeichnet sich verantwortlich. Sie entscheidet, ob sie dabei die restlichen Mitglieder konsultiert oder nicht, spielt keine Rolle. Sie delegiert auch Aufgaben nach unten ab und ernennt Verantwortliche. Aus meiner Sicht ist das ein typisches Modell, fast alle Grossconlager benutzen es mehr oder weniger. Es beinhaltet, dass die Entscheide der Orga nicht transparent sein müssen, es aber können – Informationen fliessen alle über eine Zentrale, alle Anderen bekommen nur, was man ihnen gibt.

Wir im LKL haben mehr oder weniger ein anderes Modell benutzt. „Orga-los“, „Basisdemokratie“, wir haben nie einen Namen dafür verwendet. In seiner Grundstruktur besitzt es eine öffentliche Plattform, in unserem Fall ein komplett einsehbares Forum. Jedes Anliegen kann und soll im Forum verarbeitet werden, entsprechende Entscheide dauern lange und werden drei, vier Mal im Jahr auch auf einer mit Tagesordnung angekündigten Telefonkonferenz gefällt. Wer auch immer halbwegs in diesen Strukturen blieb und Aktivität zeigte, dessen Meinung erhält Gewicht. Man könnte es also auch ein Stück weit als „merokratisches Prinzip“ bezeichnen. Die „Macht“ liegt bei jedem, solange er Support organisieren kann, notwendige Projektleitungen werden jedes Jahr neu entschieden und vergeben – sogar wenn sie an die gleichen Leute gehen.

Beide Systeme haben Vor- und Nachteile. Ich bin selber nach all den Jahren im LKL der Meinung, dass wir ein gutes System haben, ich kann es echt allen empfehlen. Leider vermute ich aber seinen grossen Feind in der Routine. Und die schleicht sich langsam rein.

Warum schreibe ich das? Ich habe vor wenigen Wochen meinen „Job“ im LKL abgegeben, den ich seit Jahren hatte. Ich wollte festhalten, wie es aus meiner Sicht funktionierte und sich wie von anderen Systemen abgrenzt – es ist sehr gut möglich, dass im LKL durch den personellen Wechsel andere Entscheidungsmuster- und Systeme benutzt werden. Weiterhin kann ich jedem grösseren Lager empfehlen, einmal eine Weile lang mit einem „alle sind dabei“-System zu arbeiten: Nichts bindet Motivierte einfacher an ein Lager als der Verzicht auf Titel, Posten und fest definierte Zuständigkeiten. Und nichts lässt mich entspannter Loslassen als der Job „Lagerorga“, den ich ja nie innehatte. 😉

Haithabu-Schuhe – endlich brauchbar!

Ich habe die letzten Jahre ein Faible für (Larp-)Schuhe entwickelt. Nachdem ich letzthin mein allererstes Paar wieder hervorgekramt habe, habe ich auch festgestellt, dass ich da durchaus Fortschritte gemacht habe: Von „Ich muss es selber machen“ zu „Es sieht okay aus und ist tragbar“. Dazwischen waren zwei zu klein geratene Exemplare, die schnellen vom Freitagabend und die nicht einmal im Blog aufgetauchten und noch nicht fertiggestellten „zu kleinen Schuhe„. Dabei musste ich mich neuen Begriffen (Brandsohle? Zwicken? Durchgenäht? Stossnaht? Sohlenleder?) und neuen Techniken beschäftigen, die ich zuerst oft einfach ignoriert habe… dabei wäre es auch da sinnvoll gewesen, sich etwas tiefer einzulesen als nur gerade die ersten beiden Google-Such-Resultate zu konsultieren. Irgendwo im Hinterkopf schwebten immer wieder Bilder, die aufzeigten, das es möglich sein müsste (Mein Lieblingsbild dazu).

Ein erstes Highlight ergab sich am Beringar 1 (Spielbericht), als ich mit selbstgenähten Schuhen auf den Gotthard wandern konnte. Ich kam beim Tempo der Mitwanderer mit und habe den Nutzen eines stabilen Wanderstabs das erste Mal direkt erlebt. Nun habe ich vorletzte Woche in rund 20 Arbeitsstunden ein weiteres Paar gemacht, auf das ich richtig stolz bin.

Vorlagen habe ich aus:

Und Techniken, Hilfestellungen und grundlegende Konzepte aus:

Ergebnis

Haithabu-Schuhe
Haithabu-Schuhe

 

Haithabu-Schuhe, ohne Lederfett

 

Ich bin stolz drauf, sehr stolz. Es tut mir leid dass ich eine Menge Leute am ersten Spiel, an dem ich sie trug, mit meiner Faszination beschwatzt habe, es war wirklich nur ein Zeichen meiner Freude – und vielleicht ein bisschen Anerkennungs-Hascherei.. 🙁 )

Es wird nicht das letzte Paar gewesen sein. Für diesen Sommer werde ich sie tragen und zwar so oft ich kann. Das nächste Paar wird allerdings nicht für mich, sondern für meine Freundin sein… sie hat Bedarf und ich habe immer wieder betont, dass sie von mir „hübsche Wiki-Stiefel“ kriegt, alsbald ich „brauchbare Schuhe“ nähen kann. Also ab jetzt.

Neue Beinwickel

Heissen die Dingers eigentlich Bein- oder Wadenwickel? Irrelevant, ich habe neue:

Beinwickel, Diamantköper

Detail des Musters:

Beinwickel, Diamantköper Detail

Dann kommt etwas Werbung: Gekauft habe ich sie bei einem Kerl, den ich tagelang den „irren Franzosen“ genannt habe: Am Tag der Bestellung kam die Bestätigung, alles sei wie auf der Homepage sichtbar lieferbar. Danach kamen im Zweitages-Takt Mails, erst von ihm, dann noch von der Französischen Post, immer hübsch mit Infos wo mein Paket sei. Im Paket nachher waren auch zwei deutsche (!!!) Zettel:

Marchand Médiéval

Ich vermute, er meint „Gutes Reenacten“ oder sowas in der Art. Auf jeden Fall bin ich bin den Dingern zufrieden und der Zettel hat mich besonders gefreut: Er kann zwar Deutsch, aber nicht so ganz alles richtig. Das hemmt ihn aber gar nicht! Seinen Shop findet man unter Marchand Médiéval, ich kann’s nur empfehlen.