„The Prohibition, Part One“

Ich besitze eine neue Kamera!*

 

Beschrieb aus dem larpkalender.ch: „Es ist das Frühjahr 1920, irgendwo an der Ostküste kurz vor der Einführung der Prohibition. Im ganzen Land kein Alkohol mehr…
Das gehört von den drei Dons der Stadt und ihren Geschäftspartnern natürlich gefeiert! So trefft ihr euch um auf die Prohibition anzustossen und natürlich auch um den neuen Schwarzmarkt untereinander aufzuteilen.“

Hier nur ein kurzer Abriss, diesmal meine ich „kurz“ mit „kurz“: Location: Limmathof, Restaurant Weinstube. 30 Plätze, also eng, aber gutbürgerlich und passend für dieses Spiel. Inklusive zweier Hinterzimmer. Keine Unterkunft, weil es ja nur ein Nachmittag/Abend ohne Übernachtung war. Spielerschaft bunt gemischt, aus meiner Sicht alte Bekannte und mir völlig Fremde, aber gestandene Frauen und Männer, keine neunzehnjährigen Paladine. Barttrachten wurden hochgeschätzt, ich selber „oute“ mich als Fan von Jupps Schnauzer. Einige tolle Anzüge, einige etwas zu gross/klein, aber für das Flair lassen wir gerne auch mal „Fünfe gerade sein“. Organisiert durch zwei Spieler vom Stammtisch Zürich, Jan und Carlo. Es lief aus meiner Sicht rund – Essen, Briefings, Gadgets, Klopapier und Roulettezubehör war alles vor Ort. Wer wann wo sein sollte war ebenfalls klar, wer was spielte ebenfalls. Essen, zum Schluss: Top. Über mehr als eine Stunde hinweg gab es Apéro-Häppchen apéral angehauchtes Essen in rauen Mengen.

Ablauf: Der Vorabend der Prohibition in den USA. Die New Yorker Mafiosi treffen sich in Chicago, in neutralem Terrain unter der Schirmherrschaft von Al Capone. Ihre zukünftigen Kunden sind eingeladen.… Im Vorfeld, über die Homepage des Veranstalters musste man sich entscheiden, ob man zu einer Mafia gehört oder einfach nur Ladenbesitzer war. So hat die Orga für eine gute Mischung aus „Angebot“ (Mafia) und „Nachfrage“ (Ladenbesitzer) gesorgt. Denn das Ziel des Spieles war für alle der Profit! Und während die Ladenbesitzer Alkohol kaufen wollten, konnten verschiedene Mafiosi liefern – oder eben nicht.

Das sah dann ungefähr so aus:

Absprachen unter Mafiosi (Zweckentfremdetes Foto, hier eher künstlerisch-unternehmerische Differenzen
Absprachen unter Mafiosi (Zweckentfremdetes Foto, hier eher künstlerisch-unternehmerische Differenzen)
Capo di Capi (Auch zweckentfremdet, der Charakter sitzt nur zentral unter der Karte. Aber ey, es sieht aus wie der Capo di tutti Capi)
Capo dei capi (Auch zweckentfremdet, der Charakter sitzt nur zentral unter der Karte. Aber ey, es sieht aus wie der „Capo di tutti i capi“)
Eintrag in das Buch - ein Werkzeug der Orga: Der Mann im schönsten Anzug
Eintrag in das Buch – ein Werkzeug der Orga: Der Mann im schönsten Anzug

Top: Die Orga liess die Charaktere sich Out-of-Game noch einmal vorstellen, schliesslich kennen die Charaktere sich. Das kann man per Fotos, Homepages oder komplexer machen, hier hat die stabilste und zuverlässigste Variante ihre absolute Berechtigung bekommen: Vor Spielstart sagt jeder kurz, was er spielt.
Die „Geschäfte“ wurden zentral gesammelt, das heutige (16.2.2015) Infomail der Orga zeigt auch, dass ausgewertet und bearbeitet wird. So machen Aktionen Spass, denn alles was getan wurde, hat nun Auswirkungen auf „Part Two„.

Flop: Meine neue Weste wurde nicht fertig. Ich hab‘ zu langsam genäht! Aber Seegras hat mir ausgeholfen, dafür sei ihm mein Dank gewiss. Eine Ausweichmöglichkeit für Spielmüde wäre vielleicht eine Option gewesen, denn ~9h Spiel können ermüdend sein. Ob so eine Ausweichmöglichkeit OT oder IT ist… das ist ein Detail am Rand, da hab ich mir keine Gedanken dazu gemacht, das Gegenargument „es hat sich für das IT-Beschnuppern gelohnt“ wirkt auf mich ebenso stichhaltig.

Fazit: Alles kann noch werden. Ein gelungener Auftakt für eine sicher fulminant werdende Mafia – Trilogie. Gekonnter Einsatz des Zusammenspiels von Location, Leuten und „Downplay“, „Zwischenspiel“, „Spiel zwischen Part One und Two“.

Meine Galerie hat eine ganze Menge (~170) weitere Bilder.

 

*Mehr zur Kamera am Ende der Woche.

One thought on “„The Prohibition, Part One“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.