Schwere Augenverletzung mit Schmerzensgeldforderung

Kämpfe im Liverollenspiel können wehtun. Doch üblicherweise verlangt niemand dafür Schmerzensgeld… obschon auch langfristige Schäden auftreten könnten (Worst-Case-Szenarien malen dies ständig aus).

Über das larper.ning und den Newsletter der Larpzeit habe ich einen Fall in Osnabrück mitverfolgt, bei dem vor ein paar Tagen ein „Urteil im Rechtsstreit wegen Verletzung beim „Live Action Role Playing““ verkündet wurde. Nachzulesen ist das in der Presseinformation des Landesgerichtes Osnabrück.

Knapp zusammengefasst: Bei Kämpfen im „LARP“ oder „Live-Rollenspiel“ kann es zu unbeabsichtigten Kopftreffern kommen. Durch das Teilnehmen an diesen Kampfszenen habe der Geschädigte stillschweigend eingewilligt, auch auf Folgeforderungen zu verzichten. Ich bin kein Experte, am besten ist es, sich das Urteil selber durchzulesen.

Daher es in Deutschland passierte, ist das primär nur interessant, weniger relevant. Das Gericht benutzt in seiner Pressemeldung aber Szene-Jargon und sagt ganz klar, was genau passierte. Ich hoffe, dass kaum jemals jemand mit dem Szenario konfrontiert wird – aber einigen Kritikern nimmt das Urteil wahrscheinlich etwas Wind aus den Segeln.

Sonntag – Besser als „Lord of the Rings“ – Orks!

Achtung, der verlinkte Artikel ist auf Englisch. Der Titel aber lautet ungefähr: Orks auf dem Epic Empires lassen Mordor wie spielende Kinder erscheinen. Was sagt man dazu?

Kommentar: Es ist „nur“ ein Online – Magazine. Aber das „deutsche Larp“ geniesst einen guten Ruf im Ausland, und nur schon aus dem Titel spricht der blanke Neid. Wo aber reden wir selber über unser Larp? Und damit meine ich nicht Aussagen in Foren wie „Das war cool!“, und „Wir haben uns amüsiert!“ oder gar: „Wann ist das nächste?“. Damit meine ich auch nicht diskrete Gespräche zwischen Tür und Angel am Sonntagmorgen, sondern ganz generell: Wo reden wir mit einem Schritt Abstand über unser Larp?

Überlebenschancen

Noch befinden sich mehrere Artikel in der Warteschlaufe, weil ich mit Formulierung oder Gedankengang nicht zufrieden bin. Deshalb kurz dazwischengeworfen, ein Fundstück. Dank dem Zoshakan, der mit ebendieses zugesteckt hat.

Wie jetzt eine Studie des Lehrstuhls für Mittelalterliche Geschichte der Universität Erlangen-Nürnberg ergeben hat, würde der durchschnittliche Rollenspieler tatsächlich nur höchstens einen Tag überleben, sollte es ihn wirklich irgendwann einmal ins Mittelalter verschlagen.

Durchschnittrollenspieler, der Artikel zum lesen bei „Der Postillion“.