{"id":39,"date":"2010-09-30T20:05:52","date_gmt":"2010-09-30T19:05:52","guid":{"rendered":"http:\/\/liverollenspiel.ch\/wordpress\/?p=39"},"modified":"2012-03-11T15:05:00","modified_gmt":"2012-03-11T14:05:00","slug":"39","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/liverollenspiel.ch\/wordpress\/39\/","title":{"rendered":"M\u00fcnzen und Gr\u00fcnspan"},"content":{"rendered":"<p>Die Larpwelt kennt heute meistens die M\u00fcnzen in Kupfer, Silber und Gold. Ein Relikt aus dem P&#038;P mit einem guten Schuss Geschichte drin. Sowohl Kupfer, als auch Silber und Gold w\u00fcrden durch die Jahrhunderte in verschiedenen Arten zu M\u00fcnzen geschlagen. Kupfer vorrangig im Altertum und ins Fr\u00fchmittelalter hinein, Silber und Gold durchgehend bis ins 20. Jahrhundert.<\/p>\n<p>Herstellen f\u00fcr Liverollenspiele lassen sich die drei Arten unterschiedlich gut. Vom technischen Aufwand her am einfachsten ist Silber herzustellen \u2013 durch Zinnsoldatenguss ist das entsprechende Wissen gut und einfach verf\u00fcgbar. Zinnguss als Silberm\u00fcnze kann man als etabliert und brauchbar bezeichnen. F\u00fcr fast alle anderen Metalle ben\u00f6tigt man bedeutend h\u00f6here Temperaturen, oder muss auf Farben oder Galvanisierung zur\u00fcckgreifen. Kupfer l\u00e4sst sich pr\u00e4gen, dazu sind allerdings Kosten vonn\u00f6ten, die \u00fcber das Budget eines Liverollenspielvereins oder einer Orga hinausgehen. Allenfalls die finanzst\u00e4rkeren Grosscons oder H\u00e4ndler k\u00f6nnen sich so etwas leisten. <\/p>\n<p>Gold hingegen muss auf Legierungen zur\u00fcckgreifen, um den Glanz ann\u00e4hernd zu imitieren \u2013 auch hier spielt der finanzielle Aspekt mit, und verhindert vieles. <\/p>\n<p>Ich hatte letzhin eine Diskussion mit einem anderen Spieler aus der Schweiz \u00fcber den Sinn und Unsinn von Silber in Zinnguss herzustellen. Meiner Meinung nach ist die Rechnung sehr simpel: Die Menge an Spielern steigt, und somit auch der Prozent- (Besser; Promille-) satz an Zinngiessern. Somit steigt die Menge an Silberm\u00fcnzen in der Szene. Kupferm\u00fcnzenquellen hingegen wachsen nicht gleich \u2013 der Aufwand sorgt daf\u00fcr, dass Kupfer seltener hergestellt wird. Dann allerdings in gr\u00f6sseren Mengen. Somit wird, mittel- bis langfristig, das Silber abgewertet (Es hat mehr davon im Spiel), und das Kupfer aufgewertet (es hat weniger im Spiel). <\/p>\n<p>Die Rechnung geht nicht ganz auf, es spielen eine Menge Faktoren mit \u2013 und der wichtigste davon ist das Verst\u00e4ndnis der Spieler von ihrem Geld. Denn, \u00e4hnlich wie bei Liverollenspielmusik, spielt Outtime-Denken eine gewisse Rolle. Spieler freuen sich \u00fcber h\u00fcbsche M\u00fcnzen, denn sie dienen auch als Andenken. F\u00fcr einige sind 10 Kupfer auf die Hand mehr Wert als ein Silberst\u00fcck. Gewisse Dienstleistungen bekommt man nur f\u00fcr Kupfer \u2013 auch wenn man bereit w\u00e4re, Silber zu bezahlen. Gewisse Spieler bevorzugen Silber.<br \/>\nDas ganze Wirrwarr wird durch unser (OT-)Denken der freien Marktwirtschaft gest\u00fctzt: Spielgeld ist soviel Wert, wie ihm die Spieler \u2013 nicht die Charaktere \u2013 an Wert zumessen. Auch hier sind nat\u00fcrlich Ausnahmen immer wieder zu finden. Erfahrungsgem\u00e4ss von mir knicken viele Charaktere bei gr\u00f6sseren Mengen an M\u00fcnzen (ungeachtet des theoretischen Wertes) ein. F\u00fcnf Silber anstelle eines Kupfers sind durchaus auch bei Spielern m\u00f6glich, die ersteinmal kein Silber annehmen wollten.<\/p>\n<p>Bisher hat es keine Spielleitung gewagt\/gemacht, fremdes Geld zu verbieten. Nicht einmal Nischenspiele wie DSA haben komplett nur eigenes Geld im Umlauf. Geschweige denn Spiele, die allen m\u00f6glichen Konzepten offen stehen.<\/p>\n<p>Auch das Anh\u00e4ngen an die realen Werte happert; Gold ist bei 40&#8217;000.- \/ Kilo, Silber bei 600.- \/ Kilo und Kupfer bei 7.6.- \/ Kilo. Das w\u00fcrde ein Verh\u00e4ltnis von 5263 : 79 : 1 (Gold:Silber:Kupfer) ausmachen. Daher ich das Zinn verwende, (21.5.-\/Kilo), w\u00e4re eine meiner Zinnm\u00fcnzen 2.8 Kupfer wert. Die Preise hab ich schnell-schnell aus dem Internet gezogen, daher keine Garantie drauf. <\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang, und aufgrunde ebendieser Theorie entstand die &#8220;IG-Gruenspan&#8221;<br \/>\n<figure id=\"attachment_42\" aria-describedby=\"caption-attachment-42\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/liverollenspiel.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/IG-Gruenspan_500.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/liverollenspiel.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/IG-Gruenspan_500.jpg\" alt=\"\" title=\"IG-Gruenspan_500\" width=\"500\" height=\"152\" class=\"size-full wp-image-42\" srcset=\"https:\/\/liverollenspiel.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/IG-Gruenspan_500.jpg 500w, https:\/\/liverollenspiel.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/IG-Gruenspan_500-300x91.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-42\" class=\"wp-caption-text\">IG Gruenspan<\/figcaption><\/figure><br \/>\nNicht ganz ernstgemeint, aber ein akzeptables Schlagwort.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Larpwelt kennt heute meistens die M\u00fcnzen in Kupfer, Silber und Gold. 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