{"id":2330,"date":"2018-01-23T11:22:50","date_gmt":"2018-01-23T10:22:50","guid":{"rendered":"http:\/\/liverollenspiel.ch\/wordpress\/?p=2330"},"modified":"2018-01-23T11:22:50","modified_gmt":"2018-01-23T10:22:50","slug":"cendara-im-recht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/liverollenspiel.ch\/wordpress\/cendara-im-recht\/","title":{"rendered":"Cendara im Recht"},"content":{"rendered":"<p>Im Kaiserreich Cendara gibt es viele nebeneinander erscheinende Spielweisen und Hintergr\u00fcnde. Doch es gibt auch einige Dinge, die &#8211; in-time &#8211; reichsweit G\u00fcltigkeit haben. Aus meiner Sicht sind sie zum einen der &#8220;kleinste gemeinsame Nenner&#8221;, aber auch die Grundlage und die Eckdaten des M\u00f6glichen. Sie profilieren das Kaiserreich und sie zeigen auf, wie sich die Spieler (oder die Kampagnenorga?) sich das Kaiserreich vorstellt. Ich m\u00f6chte auf ein paar davon eingehen, in diesem Artikel auf das Rechtssystem: &#8220;CONSTITUTIO CRIMINALIS JULIANA&#8221;. Ich versuche herauszufinden, was es f\u00fcr mich als Spieler und f\u00fcr mein Spiel bedeuten kann.<\/p>\n<p>Die Einleitung ist bereits deutlich: &#8220;<em>Im Namen Pekars, in der Verantwortung\u00a0gegen\u00fcber den St\u00e4nden und dem cendarischen Volk, soll das vorliegende juristische Werk die\u00a0Rechtssprechung zum Wohle des Reiches festigen.<\/em>&#8221; Das kaiserliche Recht spricht im Namen Pekars und erw\u00e4hnt die St\u00e4nde noch vor dem Volk. Aus meiner Sicht ist das ein Ausdruck einer feudal\/st\u00e4ndebasierten Gesellschaft, der das Wohl des Reiches wichtiger als das Wohl des Einzelnen ist.<\/p>\n<p>Erstes Kapitel:\u00a0&#8220;<em>Verschiedene Rechte<\/em>&#8220;: Hier zeigt sich, dass das kaiserliche Recht \u00fcber dem der Landesf\u00fcrsten steht, ebenso dass nur die Kaiserin Sonderrechte vergeben kann. Im Namen der Kaiserin zu handeln steht nicht allen als Option zur Verf\u00fcgung, sondern nur h\u00f6herrangigen Adligen. Spannend: Landesf\u00fcrsten handeln im Namen der Kaiserin, deren Urteil wiederum \u00fcber dem Gesetz stehen kann.<\/p>\n<p>Zweites Kapitel:\u00a0&#8220;Gerichte, Gerichtsst\u00e4tten und Verfahren&#8221;: Das sind vor allem Leib und Leben, aber auch das Reich bedrohende Handlungen. F\u00fcr das Spiel ist hier die Rasse wichtig, denn nur Elfen, Zwergen und Menschen sind als Kl\u00e4ger erlaubt,\u00a0Orks, Drows, Trolle, Werw\u00f6lfe und Vampire sind ebenso wie Quaroniten davon ausgeschlossen. Weiterhin m\u00fcssen Kl\u00e4ger von Adel oder mit gutem Leumund versehen sein. Da Liverollenspiel sich im &#8220;Miteinander spielen&#8221; ausdr\u00fcckt, ist hier die Revision eines Urteils erw\u00e4hnt. Besonders spannend hier ist m.E. wirklich der Adelsstand \/ gute Leumund.<\/p>\n<p>Drittes Kapitel: &#8220;Religionsfreiheit (&#8230;)&#8221;: Chaosanh\u00e4nger sind aktiv zu bek\u00e4mpfen. Hier wird eine Straftat erw\u00e4hnt, die aktives Handeln von Charakteren erfordert: Strafbar macht sich, wer Chaosanh\u00e4nger <strong>nicht<\/strong> bek\u00e4mpft. Daneben wird die Freiheit der Religion aber auch festgehalten &#8211; einzelne cendarische L\u00e4nder k\u00f6nnen aber auch verbieten, dass G\u00f6tter neben Pekar verehrt werden.<\/p>\n<p>Viertes Kapitel:\u00a0&#8220;Beweisfindung und Rechtssprechung&#8221;: Das Kapitel beinhaltet den f\u00fcr Fantasy-Larp wichtigen Punkt der Folter: Gest\u00e4ndnisse, die unter der nicht verbotenen (!) Folter entstanden sind, sollen vor Gericht abgelehnt oder zumindest bezweifelt werden.<\/p>\n<p>F\u00fcnftes Kapitel: &#8220;Von der Verh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeit&#8221;: Hier wird daf\u00fcr gesorgt, dass sich nichts der Kaiserin entzieht und dass Urteile auch in einem gewissen Verh\u00e4ltnis gesprochen werden. Damit wird das ganze Recht ein St\u00fcck weit fair(er) und erm\u00f6glicht auch, nachtr\u00e4glich oder r\u00fcckwirkend das &#8220;Spiel mit Gesetzen&#8221; anzupassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zwei Punkte dazu: <strong>Es schr\u00e4nkt ein.<\/strong> Es ist an einigen Stellen einfach, gegen das kaiserliche Gesetz zu verstossen oder es nicht zu beachten. Es mag sein, dass dadurch die pers\u00f6nliche Freiheit innerhalb des Spiels und innerhalb von Charakteren eingeschr\u00e4nkt wird. Aber Cendara muss nicht nur in-time das Kaiserreich voranstellen, es muss auch out-time eine gewisse Schnittmenge haben. Mit einer Gesetz, das Reibung ergibt, entstehen Spielm\u00f6glichkeiten. Ich w\u00fcnsche mir ab und an etwas mehr Beachtung des Ganzen: Sowohl von Orgas, als auch von Spielern. Chaoscharaktere unterjubeln ist nicht spannend, sondern schlechter Geschmack. Zweiter Punkt: <strong>Man kann es ja ignorieren.<\/strong> Ja, kann man. Aber Cendara hat kein endg\u00fcltig ausgearbeitetes Setting, es besteht immer viel Spielraum. Es wird aber &#8220;mehr Cendara&#8221;, wenn die bestehenden Elemente beachtet werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Kaiserreich Cendara gibt es viele nebeneinander erscheinende Spielweisen und Hintergr\u00fcnde. Doch es gibt auch einige Dinge, die &#8211; in-time &#8211; reichsweit G\u00fcltigkeit haben. Aus meiner Sicht sind sie zum einen der &#8220;kleinste gemeinsame Nenner&#8221;, aber auch die Grundlage und die Eckdaten des M\u00f6glichen. 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