{"id":2241,"date":"2017-08-28T21:42:31","date_gmt":"2017-08-28T20:42:31","guid":{"rendered":"http:\/\/liverollenspiel.ch\/wordpress\/?p=2241"},"modified":"2017-09-01T20:00:35","modified_gmt":"2017-09-01T19:00:35","slug":"spielbericht-die-donnerberge-cendara","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/liverollenspiel.ch\/wordpress\/spielbericht-die-donnerberge-cendara\/","title":{"rendered":"Spielbericht:  Die Donnerberge (Cendara)"},"content":{"rendered":"<p>Der Beschrieb aus dem <a title=\"LOREM\" href=\"http:\/\/www.larpkalender.ch\/event.php?id=1080\">larpkalender.ch<\/a>: <em>Schon lange h\u00f6rte man nichts mehr aus Grauenstein, der cendarischen Zollstation in den Donnerbergen (S\u00fcdflur). Um so mehr Ger\u00fcchte gehen um in der S\u00fcdflur und im angrenzenden Winterthal. Man spricht von Dieben, Mordsgesindel, Banditen gar. Aber auch von Geistern, alten Mauern und noch \u00e4lteren Geschichten&#8230;<\/em><\/p>\n<p>Ein Cendara-Spiel der Zeitw\u00e4chter, das ich mit dem Charakter &#8220;Harare Ravnison&#8221; besucht habe. Harare ist Runenzauberer und Heiler. Auf jeden Fall hatte ich Spass.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2248\" aria-describedby=\"caption-attachment-2248\" style=\"width: 425px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/liverollenspiel.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/auchvonAxena.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2248\" src=\"http:\/\/liverollenspiel.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/auchvonAxena.jpg\" alt=\"\" width=\"425\" height=\"239\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2248\" class=\"wp-caption-text\">Harare an der Arbeit <em>(Foto von Axena)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Ablauf<\/strong>: Das Spiel bot f\u00fcr Interessierte am Freitagnachmittag eine Wanderung als IT-Anreise an. Die Wandergruppe reiste also fr\u00fcher an die Location an und wurde nach dem Umziehen zu einer nahen Seilbahn geshuttelt. Von der Bergstation der Seilbahn aus ging die Wanderung &#8211; eine Soldlieferung f\u00fcr die Zollstation im Tal &#8211; fast nur talw\u00e4rts. Nach knapp der H\u00e4lfte der Strecke wurde die Soldlieferung \u00fcberfallen, aber durch eine T\u00e4uschung konnte der Inhalt der Soldtruhe gerettet werden. Nach der Wanderung ergab sich ein notwendiger Spielunterbruch, denn nicht alle Mitspieler waren anwesend. Den Rest des Freitagabends verbrachten die Spieler mit dem Erringen und dem Verstehen der aufgetauchten Plot-Elemente. Es gab Texte zu lesen und eine Tempelruine auszukundschaften. An der Tempelruine fand sich ein &#8220;lebender Stein&#8221;, dargestellt durch einen grau geschminkten NSC. Nebst einer Magd der Zollstation, die sich als Priesterin herausstellte, war der lebende Stein einer der ersten informationsgebenden NSC.<br \/>\nAm Samstag ging es nach dem Fr\u00fchst\u00fcck nahtlos weiter, es tauchten immer mehr Plot-Elemente auf. Auch einige Ausfl\u00fcge ins Gel\u00e4nde waren dabei, je nachdem initiiert durch Spieler, die eine Idee hatten, oder auch durch die Priesterin des Tempels oder den &#8220;lebenden Stein&#8221; Pyrit. Den ganzen Tag \u00fcber fanden auch immer wieder K\u00e4mpfe statt &#8211; sch\u00f6n, dass der Anteil an K\u00e4mpfen aber nie \u00dcberhand nahm. Es blieb immer genug Zeit um Verletzungen und R\u00e4tsel zu bespielen. Ohne ein sp\u00fcrbares Samstagnachmittags-Loch hat sich &#8211; vor allem durch den Umfang und die Komplexit\u00e4t &#8211; gegen Abend doch etwas Stress verbreitet. Story-relevante Aktivit\u00e4ten sollten vor der Dunkelheit endlich abgeschlossen werden, was auch gelang. Der Abend ist in Feierstimmung ausgeklungen und am Sonntag stand nur noch Aufr\u00e4umen an.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2250\" aria-describedby=\"caption-attachment-2250\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/liverollenspiel.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Donnerberge1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2250\" src=\"http:\/\/liverollenspiel.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Donnerberge1.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"600\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2250\" class=\"wp-caption-text\">Donnerberge Wanderung<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Location:<\/strong> Untersch\u00e4chen, Brunnital, das Haus \u201e<a href=\"https:\/\/www.gruppenhaus.ch\/de\/haus\/gruppenunterkunft\/maria_in_der_au\/675\">Maria in der Au<\/a>\u201c . Bekannt und es wird als brauchbar und h\u00fcbsch empfunden. Das Haus ist eher rustikal, braucht aber f\u00fcr Fantasy wenig Anpassungen und beinhaltet kaum Dinge, die wirklich getarnt werden m\u00fcssen. Die K\u00fcche ist ausreichend gut eingerichtet. Das Gel\u00e4nde hinter dem Haus ist nett, eine Wiese mit vielen, teils auch grossen Steinen, nur die Strasse mit dem katholischen Wegschrein muss ignoriert werden. Doch wie fast immer in den Bergen neigt das Spielgebiet, sich durch die Topographie einzuschr\u00e4nken: Talw\u00e4rts ist ein Dorf, seitlich Talw\u00e4nde \u2013 also muss fast alles, was interessant ist, bergw\u00e4rts sein. Diesmal war auch die Strasse nebst dem Haus befahren: Nicht oft, aber regelm\u00e4ssig, kamen Autos vorbei. Alles in allem haben vor allem die steinernen Steilw\u00e4nde Flair gebracht, es hat sich sehr nach einer Zollstation unter einem Pass angef\u00fchlt. Im Haus waren auch die <strong>Unterkunft<\/strong>, es gab drei Massenschl\u00e4ge und sechs Betten im Flur. Da die Schlafr\u00e4ume etwas eng waren, war auch ein gewisser Anstand vonn\u00f6ten um bereits Schlafende nicht zu st\u00f6ren, aber das Gep\u00e4ck hatte dank Schubladen unter den Betten genug Platz.<\/p>\n<p>Der <strong>Plot <\/strong>handelte vordergr\u00fcndig von einer Zollstation, die ein Problem mit \u00dcberf\u00e4llen und R\u00e4ubern hatte. Das R\u00e4uberproblem schwang zwar im Lauf des Spiels immer wieder mit, war aber nicht das zentrale Element. Es endete mit einer &#8211; orgaseitig vermutlich ungeplanten &#8211; Gerichtsverhandlung wegen Mordes. Aus meiner Sicht war das eine der spannendsten Szenen, weil es um den Mord am mutmasslichen R\u00e4uberhauptmann ging und hat den Samstagabend sch\u00f6n abgerundet. Der Hauptplotstrang hingegen war wesentlich mehr mystisch-magischer mit mehr Gegenspielern: Nahe der Zollstation stand einst ein Tempel, der als Siegel \u00fcber einem Zugang zu &#8211; wenn ich es Recht verstand &#8211; Teil von Quarons Reich stand. Der Chaos-basierte Gegenspieler aller Cendarer hat offenbar nun, da der Tempel zerst\u00f6rt und ohne Weihe ist, einen Zugang zur Welt. Vor vielen Jahren hat ein Magier die magischen Linien im Tal ausgerichtet und mit einer komplexen Maschinerie die magische Signatur des Tempels ge\u00e4ndert. \u00a0So wurde der Zugang Quarons \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich. Es galt, das Zubeh\u00f6r des Magiers und seine schriftlichen Hinterlassenschaften zu suchen und zu verstehen und anschliessend die Magielinien mit einem &#8220;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Groma\">Werkzeug<\/a>&#8221; neu auszurichten und den Tempel neu zu weihen. Die bereits herbei in Cendara eingedrungenen Diener Quarons suchten dies zu verhindern, wurden aber kurz vor Sonnenuntergang ein letztes Mal entscheidend geschlagen und der Tempel neu geweiht. Als steuernde Elemente waren der lebende Stein Pyrit und eine Priesterin des Tempels anwesend, f\u00fcr Belebung und Ambiente haben die Wachen der Zollstation gesorgt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2249\" aria-describedby=\"caption-attachment-2249\" style=\"width: 360px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/liverollenspiel.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vonAxena.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2249\" src=\"http:\/\/liverollenspiel.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vonAxena.jpg\" alt=\"\" width=\"360\" height=\"640\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2249\" class=\"wp-caption-text\">Blick gegen den Pass in den Donnerbergen <em>(Foto von Axena)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<p>Die <strong>Spielerschaft<\/strong> war cendarisch-typisch, in Spielstil und Optik bunt gemischt. Es hatte mehrere Larp-Anf\u00e4nger auf Platz, die mir aber weder optisch noch spielerisch aufgefallen sind &#8211; ich folgere daraus, dass sie sich eingepasst haben. Ich hatte selber nicht mit allen Spielern Kontakt, fand aber bei einigen wenigen ein paar tiefere Spielmomente. Die Mischung der Charaktere hat zum Plot gepasst, aber ein paar K\u00e4mpfe mehr h\u00e4tten einige der kriegerischen etwas mehr eingebunden.<\/p>\n<p>Das <strong>Essen<\/strong> war einfach und sehr gut, aus meiner Sicht eher gutb\u00fcrgerlich als exotisch. Ich wurde satt und fand die Zwischenverpflegungen (Gem\u00fcse mit Dip, W\u00fcrste im Teig) ebenso gut wie die Hauptmahlzeiten. Falls es beim Fr\u00fchst\u00fcck etwas Warmes gab &#8211; R\u00fchrei, Haferbrei &#8211; hatte es davon nichts mehr f\u00fcr mich. Was ich allerdings erwartet habe, war eine Anlehnung an die S\u00fcdflur, die mit ihrer exotischen Beschreibung eigentlich nach Couscous, Datteln und Feigen geschrien hat. Ich vermute, dass &#8220;satt&#8221; wichtiger als &#8220;settingbezogen&#8221; wie am <a href=\"http:\/\/liverollenspiel.ch\/wordpress\/?p=2063\">Westmark 1)<\/a> war.<\/p>\n<p>Hat mir gefallen:<\/p>\n<ul>\n<li>Belebte Zollstation,\u00a0<a href=\"http:\/\/cendara.ch\/das-kaiserreich\/institutionen\/rechtssystem.html?ridcat=44\">Constitutio Criminalis Juliana<\/a> angewendet<\/li>\n<li>Cooles Plattenr\u00e4tsel mit viel Hintergrund<\/li>\n<li>Wanderung als Anreise<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Hat mir nicht gefallen:<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcblicherweise gibt es kleine Dinge, die mich ge\u00e4rgert haben. Es f\u00e4llt mir aber so spontan nichts ein, denn das Mass an Telling scheint mir eine Notwendigkeit der magiebezogenen Details und die beiden Spielunterbr\u00fcche waren zwar schade, aber offenbar dem Pragmatismus geschuldet.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong> des Ganzen: Ein plotlastiges Spiel, bei dem magisch Begabte schneller und eher dran waren als andere. Es gab immer wieder Aufgaben, die in kleinen Gruppen durchgef\u00fchrt werden konnten und bei denen sich die Denkarbeit gut verteilen liess. Der Ansatz des Plots grunds\u00e4tzlich hat etwas &#8220;Indiana-Jones&#8221;-Flair ausgel\u00f6st. Ich w\u00fcnsche mir, wenn es wieder um einen Pekartempel gehen sollte, aber mehr Augenmerk darauf, dass auch gen\u00fcgend Gl\u00e4ubige vor Ort sein werden &#8211; schliesslich waren S\u00f6ldner gesucht, keine tempelweihenden Pekariten. Gefallen hat mir, dass ich immer das Gef\u00fchl hatte, die Spielleitung sei f\u00fcr magischen Krimskrams zu haben, allerdings bin ich nicht ganz zufrieden damit, dass oftmals &#8211; fast immer &#8211; eine Spielleitung dabei sein muss, wenn im Gel\u00e4nde etwas passieren soll. Selbstkritisch muss ich zugeben, dass ich auch stellenweise meine eigenen (Charakter-)Ziele verfolgt habe, und den Tempel links liegen liess.<\/p>\n<p>Fotos gibt es auf <a href=\"http:\/\/www.axenas-fotowelt.ch\/index.php\/Larp\/Donnerberge\">Axenas Galerie<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Beschrieb aus dem larpkalender.ch: Schon lange h\u00f6rte man nichts mehr aus Grauenstein, der cendarischen Zollstation in den Donnerbergen (S\u00fcdflur). Um so mehr Ger\u00fcchte gehen um in der S\u00fcdflur und im angrenzenden Winterthal. Man spricht von Dieben, Mordsgesindel, Banditen gar. 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